Kreispokal Ü32 – Bitteres Aus nach großem Kampf

SVR scheitert im Elferschießen. Was für ein Pokalabend. Was für ein Fight.Und am Ende doch so bitter
Artikel vom 21. April 2026
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Die Ü32 des SV Refrath/Frankenforst, letztes Jahr noch überragender Bronzemedaillen-Gewinner, ist in der ersten Runde des Kreispokals nach Elfmeterschießen beim letztjährigen Finalisten SV Frömmersbach e.V. ausgeschieden – nach einem Spiel, das alles hatte: Intensität, Emotionen, Rückschläge und eine Mannschaft, die sich trotz widriger Umstände immer wieder zurückkämpfte.
Dabei begann die Partie alles andere als nach Plan. Frömmersbach – spürbar jünger und extrem aggressiv im Pressing – setzte Refrath von der ersten Minute an unter Druck. Die Abstände im Refrather Spiel waren zu groß, die Nervosität spürbar. Immer wieder wurden die Gäste früh gestört, fanden kaum Ruhe im Aufbau.
Das 0:1 passte dann ins Bild – und war zugleich maximal unglücklich: Eine eigene Kopfballverlängerung im Strafraum landete genau beim gegnerischen Stürmer, der nur noch einnicken musste.
Doch wer dachte, Refrath würde daran zerbrechen, lag falsch.
Ein Bruch im Spiel – im positiven Sinne – kam mit der verletzungsbedingten Auswechslung von Chris zur Halbzeit. Simon kam ins Spiel und brachte sofort Energie, Zweikampfstärke und Struktur. Plötzlich war Refrath da. Plötzlich war Refrath im Spiel.
Und dann dieser Moment: Arne verlängert, Rahim nimmt den Ball direkt – linker Fuß, Volley, Winkel. Ein Tor wie gemalt. 1:1. Aus dem Nichts – und doch verdient.
Aber dieser Pokalabend hatte noch mehr Wendungen parat. Nach einer Ecke schaltet Refrath einen Moment zu spät – 1:2. Wieder Rückstand. Wieder Nackenschlag.
Und wieder die Antwort.
Refrath wurde stärker, mutiger, griffiger. Coach Hatti reagierte in der Folge mit einer taktischen Umstellung auf eine Dreierkette. Mehr Kompaktheit im Zentrum und eine bessere Verbindung nach vorne waren die Folge – und Refrath hatte das Spiel nun deutlich besser im Griff. Die Wege nach vorne wurden klarer. Und dann die nächste Chance – diesmal vom Punkt: Handspiel, Elfmeter. Rahim übernimmt Verantwortung. Bleibt eiskalt. 2:2.
Alles wieder offen. Alles wieder möglich.
In der Verlängerung war es dann fast nur noch Refrath. Die Mannschaft wollte mehr, glaubte mehr, investierte mehr. Die Entscheidung lag mehrfach in der Luft – am deutlichsten bei Max, der kurz vor Schluss gleich zweimal per Kopf scheiterte. Zweimal glänzend gehalten.
Und so musste dieses Spiel im Elfmeterschießen entschieden werden. Spät am Abend. Unter Flutlicht. Nerven gegen Nerven.
Rahim eröffnet – und wie. Stramm ins Kreuzeck. Max trifft ebenfalls, trotz Torwartberührung. Dann der Moment für Mäc: Weltklasse-Parade. Refrath ist vorne.
Doch Fußball ist manchmal brutal.
Arne scheitert. Frömmersbach gleicht aus. Wieder hält Mäc fast den nächsten – aber eben nur fast. Dann Taras – gehalten. Und plötzlich liegt alles beim Gegner.
Letzter Schuss. Tor.
Aus. Vorbei. Unfassbar bitter.
Und trotzdem: Diese Mannschaft kann stolz sein. Nach schwieriger Anfangsphase hat sie Charakter gezeigt, sich zurückgekämpft und das Spiel in der zweiten Hälfte und Verlängerung geprägt.
Herausragend an diesem Pokalabend: Abräumer Max im Mittelfeld, Doppeltorschütze Rahim – und Torwart „Puma“ Mäc, der seine Mannschaft mit überragenden Paraden im Spiel hielt.
Coach Hatti gratulierte dem Gegner fair zum Weiterkommen, fand aber auch lobende Worte für sein Team: „Großen Respekt an alle, die an einem Montagabend die weite Reise nach Gummersbach auf sich genommen haben. Auch wenn nicht jeder spielen konnte – wir sind ein Team und der Teamgeist war heute wieder überragend.“
Denn genau das hat dieser Abend gezeigt: Diese Truppe lebt.
Und sie wird zurückkommen.
Schon am Freitag beim gemeinsamen Teambuilding. Und spätestens im kommenden Monat, wenn zwei echte Highlights warten: das Legendenspiel gegen die Alt-Internationale Traditionself des 1. FC Köln am 15.05.26 – und das Ü40-Kreismeisterschaftsturnier am 30.05.26, bei dem der SVR selbst Gastgeber ist.
Der Pokal ist vorbei.
Aber diese Geschichte noch lange nicht.
